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Die Witzleben Apotheke hilft bei der Krankheitsbewältigung

Am 12. Mai startete die Witzleben Apotheke 26 in Berlin Charlottenburg als Onkologie-Kompetenz-Apotheke eine sechsteilige Vortragsreihe zum Thema „Diagnose Krebs?!“, um Betroffenen, Angehörigen und Interessierten Wege zur Krankheitsbewältigung und zur Verbesserung ihrer Lebensqualität aufzuzeigen.

Anhand einer Vortragsserie wurden u.a. Menschen mit der Diagnose Krebs wichtige Informationen weitergegeben.
Dr. Susanne Hampel, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, erläuterte den Teilnehmern der ersten Veranstaltung unterschiedliche Tumorerkrankungen wie Mammakarzinom und Gebärmutterkrebs sowie Begrifflichkeiten wie Chemo- und Strahlentherapie. Die Dringlichkeit von Vorsorgeuntersuchungen ließ sie natürlich nicht unerwähnt.

„Ernährung während und nach der Chemotherapie“ war das Thema der folgenden Woche und begeisterte viele Interessierte. Die Oecotrophologin Ramona Schinköthe zeigte auf, wie wichtig der Einfluss des Ernährungszustandes auf Verlauf und Heilung einer Krebserkrankung ist. Oft kommt es wegen Mangelernährung zu überproportionalem Verlust an Körperzellmasse und vor allem Muskelgewebe – mit Auswirkung auf die Prognose: je mehr Proteinverlust stattfindet, desto ausgeprägter die Toxizität der Chemotherapie und schlechter die Überlebenschance. Gerade auch kachektische Patienten litten häufiger unter unerträglichen Schmerzen. Die Referentin erklärte die Richtgrößen zur täglichen Energie- und Nährstoffzufuhr sowie ernährungsmedizinische Behandlungsstrategien für Patienten mit Unter- bzw. Mangelernährung. Mit Empfehlungen zu proteinreichen Lebensmitteln schloss dieser Vortrag – nicht ohne den Hinweis, sich auch mit der Diagnose Krebs im Rahmen der eigenen Möglichkeiten sportlich zu betätigen.

Prof. Dr. med. Igor Blau, Oberarzt der Charité Berlin, Campus Benjamin Franklin, sprach zum Thema: „Multiples Myelom“. Er gab einen Überblick über Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten sowie dem Nebenwirkungsmanagement. Diese vom Knochenmark ausgehende maligne Erkrankung ist gekennzeichnet durch die bösartige Vermehrung Antikörper-produzierender Zellen, deren Wachstum zu Knochenschmerzen und Auflösung der Knochen bis zu spontanen Knochenbrüchen führt.

Neben konventioneller und intensivierter Chemotherapie mit anschließender Stammzelltransplantation kommen verschiedene neue Medikamente zum Einsatz. Ziel der Behandlung ist der Rückgang der Symptome und eine möglichst lang anhaltende Remission. Trotz der spannenden Themen „Tumorschmerztherapie“ der medizinstudierten Heilpraktikerin Eciel Gaudin und „Nebenwirkungen der Tumortherapie“ der Apothekerin Annika Wittke fanden diese beiden Veranstaltungen mangels Anmeldungen leider nicht statt.

Lebhaft, und begleitet mit Rosmarin- und Lavendelduftkissen für die Teilnehmer, bildete dann der Vortrag „Pflegen und Heilen mit Schätzen aus der Natur“ das Schlusslicht der Reihe. Michaela Medrow, Pharmareferentin und onkologisch zertifizierte Kosmetikerin, entführte die Teilnehmer ins Reich von Calendula, Rose, Sanddorn und Granatapfel zur Unterstützung der Hautläsionen unter der Chemo- und Strahlentherapie sowie der Narbenpflege und erklärte die unterstützende Wirkung von Bittermitteln bei Übelkeit und Appetitlosigkeit. Mit Tipps zur Mundpflege und erfrischt von einem Zitronen-Pulswickel nahmen auch hier die Teilnehmer viele Informationen und Anregungen mit nach Hause.
M. Medrow


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